Die Prävention



Navigation

Servicenavigation und Suche

Haupt-Inhaltsbereich dieser Seite:

''Zu Fuss zur Schule'' - Bewegungsspaß zum Schulbeginn

Die großen Ferien sind vorbei. So viel steht spätestens dann fest, wenn sich morgens um acht vor vielen Schulen wieder lange PKW-Kolonnen bilden. Die Kinder rollen im Bus an oder werden von den Eltern auf dem Weg zur Arbeit rasch am Schultor abgesetzt. Bei den Erstklässlern der Spitalschule in Leonberg (Baden-Württemberg) ist das anders:

Haltestellenschild des

Haltestellenschild des "Walking Bus" in Leonberg

Der Walking Bus kommt auf möglichst vielen Füßen

Der Bus, der seit September 2008 in Leonberg "anrollt", kommt auf möglichst vielen Füßen. Das hoffen die Initiatoren des Walking Bus an der Spitalschule: "Der Walking-Bus überzeugt durch viele Vorteile. Die Kinder bewegen sich vor dem Unterricht gemeinsam an der frischen Luft, tun etwas für ihre Gesundheit und können nach dem Unterricht auf dem Heimweg gemeinsam ihre Schulerlebnisse verarbeiten", sagt Sebastian Werbke, Mitglied des Elternbeirats. Die Idee ist so einfach wie genial: Auf einer festgelegten Route laufen die Kinder zu Fuß zur Schule. Erwachsene Lotsen begleiten sie dabei. An verschiedenen "Haltestellen" sammeln sie weitere "Passagiere" ein. Nach Unterrichtsschluss geht es dann in umgekehrter Richtung mit dem Walking-Bus nach Hause. Das Konzept kommt aus England. 1998 gab es im 22 Kilometer von London entfernten St. Albans die ersten Walking-Busse. Seither verbreiten sie sich über den ganzen Globus. Walking-Busse gibt es auch in Neuseeland und in Italien. In Deutschland starteten sie beispielsweise noch in Bochum, Gotha und in Paderborn.

"Durch den gemeinsamen Spaziergang sind die Kinder im Unterricht viel konzentrierter."

Vier Walking-Bus-Linien richtete die Leonberger Spitalschule fürs erste ein. Jeweils zwei freiwillige Lotsen aus der Elternschaft begleiten die Kinder auf der maximal 3 Kilometer langen Strecke. Dabei tun sie ganz nebenbei auch der eigenen Gesundheit viel Gutes. Mehr als 3.000 Schritte extra pro Tag kommen für alle Beteiligten zusammen. Elternbeiratsvorsitzende Heike Rilling ist davon überzeugt, dass viele mitmachen werden: "Gesundheitsfördernde Bewegung ist ein Schwerpunkt des Schulkonzepts der Spitalschule. Das ist uns Eltern wichtig. Mit dem "Schulbus-zu-Fuß" leisten wir einen Beitrag dazu." Auch Lehrerinnen und Lehrer unterstützen das Projekt, mit dem sich die Leonberger Spitalschule an der vom Deutschen Kinderhilfswerk und dem Verkehrsclub Deutschland (VDC) in Deutschland initiierten Aktionswoche "Zu Fuß zur Schule" im September 2008 beteiligte. "Durch den gemeinsamen Spaziergang am Morgen sind die Kinder im Unterricht viel konzentrierter bei der Sache. Das erleichtert das Lernen genauso wie das Lehren. Und das bedeutet mehr Schulspaß für alle.", sagt Walter Klisa, Rektor der Spitalschule. Aus Sicht des Schulleiters hat die Aktion noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: "Der für alle Kinder gefährliche Hol- und Bringverkehr mit dem Auto kann so etwas eingedämmt werden."

Weitere Informationen:



Bewegung und Gesundheit. www.die-praevention.de

Weiterführende Informationen

Foto von Stefan Hermanns

Stefan Hermanns, Oberleutnant und Student der Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München

"Körperliche Leistungsfähigkeit ist für das Anforderungsprofil eines Soldaten verpflichtend, um unter jeglichen Bedingungen "fit" zu sein. Aber auch als Ausgleich zum Studium ist Sport gut für die Zellen. Es wird nicht nur der Körper trainiert, es bewegt sich auch etwas im Kopf. Manchmal werden sogar Glückshormone ausgestoßen – es reichen schon 3.000 Schritte, um die Gedanken wieder frei zu haben."


Ende der Seite - Zum Seitenanfang