ERNÄHRUNG
TIPP: Vor dem Fernseher müssen es nicht immer Chips sein. Sie können auch Gemüse knabbern, zum Beispiel Möhren-, Gurken- oder Paprikastifte.
Im Alltag gesünder essen
Stellen wir uns die optimale gesunde Kost für einen Tag zusammen! Müsli mit Obst zum Frühstück, eine Banane als Zwischenmahlzeit, zum Mittagessen reichlich Reis mit Gemüse, nachmittags etwas Joghurt und abends Salat mit etwas magerem Fleisch oder Fisch. In der Phantasie lässt sich leicht eine gesunde Auswahl treffen. Etwas mehr Ausdauer ist gefragt, sollen die Tipps im Alltag beherzigt und umgesetzt werden.
Zehn goldene Regeln
Machen wir es uns einfacher und probieren doch erst mal die ganze Vielfalt der Lebensmittel aus! Dies ist die erste von zehn goldenen Regeln, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) aufgestellt hat. Verbote helfen nicht weiter, vielmehr sollten wir auf die Menge, auf die Auswahl und die Kombination der Nahrungsmittel achten.
Besser rechtzeitig seine Lust auf Süßes mit einem Stückchen Schokolade stillen, als im Heißhunger eine ganze Tafel auf einmal zu verschlingen. Wir müssen uns daher auch nicht quälen und um jede Konditorei einen großen Bogen machen. Süßigkeiten, ob Kuchen oder Gummibärchen, sind durchaus erlaubt – einmal am Tag und in Maßen. Auch das zählt zu den goldenen Regeln der DGE-Experten.
Risiko Übergewicht
Gesundes Essen kann ein wahrer Genuss sein. Zu viel Pfunde dagegen sind nicht nur eine tägliche Last für Körper und Seele, sondern sie erhöhen auch das Risiko, an einer Volkskrankheit zu leiden. 65 Prozent der Männer und 55 Prozent der Frauen gelten laut DGE-Ernährungsbericht in Deutschland als übergewichtig und sind somit stärker gefährdet, ernsthaft zu erkranken.
Mit Kinderliedern für eine bessere Ernährung
"Apfelklops & Co" heißt das musikalische Bühnenstück, mit der die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) durch Deutschland zieht. Die Geschichte erzählt vom Restaurantbesitzer Apfelklops und davon, dass gesunde Ernährung jede und jeden stärkt. In den zahlreichen Liedern geht es um dick und dünn, um Lebensfreude und um Zauberei. Die Konzerte sind speziell auf Kinder zugeschnitten, für Pädagoginnen und Pädagogen werden parallel Workshops zum Thema angeboten. Der BZgA gelingt es so, die notwendigen Informationen, aber auch den Spaß an gesunder Ernährung zu vermitteln.
Weitere Infos unter www.kinderliedertour.de
Gesundmacher in natürlichen Lebensmitteln
Vielen ist gar nicht bewusst, welche Gesundmacher in unseren Lebensmitteln stecken und was uns die notwendige Energie wirklich liefert. So machen sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralien unser Obst und Gemüse besonders wertvoll. Zum Beispiel sorgt der Farbstoff der Möhre (das Beta-Karotin) für Vitamin A, der Farbstoff der Aubergine wiederum stärkt das Herz. Gutes Essen kann also tatsächlich vor Krankheiten schützen. Täglich etwa fünf Portionen Gemüse und Obst verzehren, so lautet eine weitere der zehn goldenen DGE-Ernährungsregeln!
Einen weiteren großen Effekt kann man mit einer bewussten Ernährung erzielen: So können wir dem Bluthochdruck, der Verkalkung von Gefäßen, einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall wirksam vorbeugen. Kalzium und Vitamin D wirken der so genannten Osteoporose, dem Knochenabbau, entgegen. Grünes Gemüse wie etwa Brokkoli darf deshalb genauso wenig auf dem Speiseplan fehlen wie Milch oder Milchprodukte.
Die Ernährungspyramide
Hilfreich ist es, sich die Auswahl und Gewichtung der gesunden Lebensmittel mit Hilfe der Ernährungspyramide zu veranschaulichen: Mineralwasser, Säfte und Tees finden sich am unteren breiten Ende und das bedeutet, dass wir uns ausreichend bedienen dürfen. Auch an Getreideprodukten sowie an Obst und Gemüse brauchen wir nicht zu sparen. Nur in geringen Mengen hingegen sollten jene Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen, die im oberen Drittel der Ernährungspyramide stehen - wie etwa Fette, Süßigkeiten oder alkoholische Getränke.
Richtig essen will gelernt sein
Essen ist mitnichten reine Geschmackssache. Auch das soziale und kulturelle Umfeld prägt unseren Umgang damit. Wenn also Kinder und Jugendliche wie selbstverständlich zu gesunden Lebensmitteln greifen, müssen wir uns über ihre Gesundheit im Erwachsenenalter weniger Sorgen machen. Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer sind da wichtige Vorbilder.
Ein obstreiches Frühstück, Vollkornbrote für die Schulpause, Mineralwasser statt zuckersüßem Saft, eine Banane statt eines Schokoriegels - wer so den Speiseplan für seinen Nachwuchs gestaltet, sorgt vor, damit der kindliche Geschmack später nicht zur Gesundheitsfalle wird.
Ernährungstipps für den Alltag
- Gesundheitsexperten raten, pro Tag bis zu zwei Liter Flüssigkeit zu trinken - das erleichtert den Stoffwechsel. Stellen Sie einfach zwei Flaschen Wasser am Morgen auf den Tisch und trinken Sie es im Laufe des Tages.
- Mit fünf Mal täglich Obst oder Gemüse können Sie aktiv Ihre Gesundheit schützen. Experten gehen davon aus, dass damit auch der Entstehung bestimmter Krebserkrankungen vorgebeugt wird.
- Lassen Sie sich Zeit beim Essen und genießen Sie! Das Sättigungsgefühl stellt sich erst nach 20 Minuten ein. Wer langsam isst, wird also schneller satt!
- Rot- und Weißkohl sind prima Vitamin-Lieferanten. Etwa 100 Gramm davon enthalten so viel Vitamin C wie ein kleines Glas Orangensaft!






