Let it swing! 10.000 Tanzschritte für Ihre Gesundheit
Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) ist neuer Unterstützer der Kampagne "Bewegung und Gesundheit". Im Rahmen des diesjährigen Welttanztags am 7. November 2009 laden Tanzschulen in ganz Deutschland zu "10.000 Schritten für Ihre Gesundheit" ein. Wir sprachen mit Christian Götsch vom ADTV über die schönste Art zu Gehen und ihre gesundheitliche Wirkung.
Herr Götsch, 10.000 Schritte auf dem Tanzparkett - das klingt nach sehr viel Bewegung für den Anfang. Geht mit Musik einfach alles besser?
Christian Götsch: (lacht) Mit Musik geht vieles besser! Keine Sorge: Beim Tanzen macht man ja anders als beim Spazierengehen eher kleine Schritte. Gerade Anfängerinnen und Anfänger werden staunen, wie schnell 10.000 Schritte zusammenkommen. Und natürlich machen wir zwischendurch Pausen.
Bei welchem Tanz kommen denn am schnellsten 10.000 Schritte zusammen?
Christian Götsch: Beim Jive zum Beispiel. Der hat anders als ein langsamer Walzer eine hohe Schrittfrequenz. Jive ist flott und nicht ganz einfach. Für Anfänger vielleicht eher geeignet ist der Disco Fox, weil er eine überschaubare Schrittabfolge hat. Um schnell oder langsam geht es uns aber weniger. Wir wollen vor allem zeigen, wie viel Spaß Gesundheitsförderung machen kann.
Das war auch der Grund dafür, dass Sie sich der Kampagne "Bewegung und Gesundheit" angeschlossen haben?
Christian Götsch: Ja, wir sind bei den Planungen zum Welttanztag auf die Kampagne aufmerksam geworden und haben festgestellt, dass wir dasselbe Ziel verfolgen. Schon die von der Bundesgesundheitsministerin empfohlenen 3.000 Schritte extra pro Tag sind ein guter Anfang, wie ja auch wissenschaftliche Studien belegen. Gehen ist gesund. Und Tanzen ist die schönste Art zu Gehen!
Was ist über die gesundheitsfördernde Wirkung des Tanzens bekannt?
Christian Götsch: Auch dazu gibt es Studien. Eine fand sogar heraus, dass das Tanzen den Alterungsprozess verlangsamt. Das ist doch toll! Es klingt auch plausibel, schließlich ist Tanzen erotisch, trainiert Beweglichkeit und Koordination und fördert das soziale Miteinander. Wir interessieren uns sehr für diesen Zusammenhang. Zurzeit unterstützen wir eine Promotion an der Ruhruniversität Bochum, bei der die gesundheitlichen Auswirkungen des Tanzens bei älteren, untrainierten Menschen untersucht werden.
Und ab dem 7. November darf die Kampagne "Bewegung und Gesundheit" mit tanzenden Mittwochsgruppen rechnen?
Christian Götsch: (lacht) Sie spielen auf die Aktion "Mitgehen am Mittwoch" an? Warum nicht! "Mittanzen" am Mittwoch wäre eine Möglichkeit, unsere Aktion vom Welttanztag zu verlängern und auf diese Weise noch mehr Tanzbegeisterte zu gewinnen.
Herr Götsch, wir wünschen Ihnen und den Tanzschulen einen bewegenden Welttanztag und danken für das Gespräch.





