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Von Schloss zu Schloss

Heimatgeschichtlicher Spaziergang entlang des Ebelsbaches mit sehenswerten historischen Plätzen

3.000 Schritte von Schloss zu Schloss

Foto: Gleisenauer Schloss

Foto: Gleisenauer Schloss

Dieser 3000-Schritte-Spaziergang steht unter dem Motto "Von Schloss zu Schloss". Er führt am Ebelsbach entlang vom Schloss in Ebelsbach zum Schloss in Gleisenau. Unterwegs kommt der Spaziergänger an einigen historischen beziehungsweise sehenswerten Orten vorbei: Judenhof mit ehemaliger Synagoge, Bildstock am Ebelsbach, ehemalige Mühle, Schlosspark Gleisenau mit Barockgarten. Ausgangspunkt ist das Schloss in Ebelsbach. Von hier geht es hinüber zum Judenhof und über die hölzerne Fußgängerbrücke zum Theinsbergl. Am Bildstock zweigt der Weg links ab und führt am Ebelsbach entlang bis zum Rosengäßchen. Hier biegt man hier rechts ab und nach circa 200 Meter links in die Schützenstraße. Nach wenigen Schritten steht man vor der denkmalgeschützten Seyboldsmühle. Nach einigen hundert Metern steigt die Straße leicht nach rechts an. Der Spaziergang wendet sich aber nach links und folgt dem Feldweg, der am Wehr zum Stauen des ehemaligen Mühlbaches, den Kleingärten (links) sowie den Volieren der Kleintierzüchter (rechts) vorbei führt. Am Waldrand biegt man links ab, erreicht die Brücke über den Ebelsbach und steht vor einem schmiedeeisernen Tor, das den östlichen Eingang zum Schlosspark beschließt.

Das Schloss in Ebelsbach

Foto: Ebelsbacher Schloss

Foto: Ebelsbacher Schloss

Das Schloss ist ein prägendes Element Ebelsbachs. Schon von weitem fällt der Blick auf die spitzen Kegeldächer der Ecktürme, die lang gestreckten Dächer der Wirtschaftsgebäude im Süden und Westen, sowie die steilen Dächer weiterer Wohngebäude. Wehrhaft trutzige Mauern mit Schießscharten und Ecktürmen harmonieren mit romantischem Fachwerk und verspielt geschwungenen Bauten der Renaissance und des Barock. Wann das Schloss in Ebelsbach von der Familie von Rotenhan erworben wurde, lässt sich nicht ermitteln. Besitz in Ebelsbach erwarb die Familie von Rotenhan spätestens im 14. Jahrhundert. Das erste Gebäude war ein einfacher Wohnturm, der um 1425 umgebaut wurde. Gleichzeitig wurden die Außenanlagen verstärkt (Türme, Schießscharten). Nach erheblichen Schäden durch den Bauernkrieg erhielt das Schloss durch eine letzte große Bauphanse von 1564 bis 1569 sein heutiges Aussehen. Das Torhaus – ein eindrucksvolles Fachwerkgebäude – entstand 1566. Neben dem Eingang befinden sich das Rotenhansche Wappen. Die Schlosskapelle Sankt Maria Magdalena ließ Wilhelm von Rotenhan 1580 erbauen ließ. Im Langhaus befindet sich eine doppelte Holzempore sowie eine Herrschaftsloge mit Holzgittern.

Judenhof

Foto: Judenhof mit Gedenkstein

Foto: Judenhof mit Gedenkstein

Erste Hinweise auf Juden in Ebelsbach gibt es aus dem 14. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert wurden im Judenhof sechs Häuser für Rotenhansche Schutzjuden erbaut. Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte ein Neubau. Im Haus Nummer 9 in der Stettfelder Straße waren von 1855 bis 1936 Judenschule und Lehrerwohnung untergebracht. 1714 erhielten die Juden die Erlaubnis zum Bau einer Synagoge., die 1749 erweitert wurde. 1850 wurde im Judenhof im Haus Nummer 1 eine neue Synagoge erbaut. Der Zugang erfolgte über das Nachbarhaus. 1938 wurde die Synagoge zerstört und 1963 abgerissen.

Ebelsbacher Mühlen

Foto: Seyboldsmühle

Foto: Seyboldsmühle

In Ebelsbach gab es zwei Mühlen: die Schlossmühle und die Seyboldsmühle. Die Schlossmühle wurde im Zusammenhang mit dem Ausbau des Schlosses 1564/69 erbaut. Sie war Schneid- und Mahlmühle. 1877 wurde der Schneidbetrieb, 1881 der Mahlbetrieb eingestellt. Um 1900 wurde die Mühle zu einem Wohngebäude umgebaut, das unterschlächtige Mühlrad 1926 abgebrochen. Die Seyboldsmühle trug auch die Namen Urbansmühle (1590 Urbesmühle), Wackersmühle oder Obere Mühle. Schon vor 1300 ist diese Mühle nachgewiesen, für 1314 lässt sich ein Hiltebrand als Lehensinhaber nachweisen. Die Mühle besaß drei Gänge und ein Sägewerk. Die zwei oberschlächtigen Mühlräder wurden vom Mühlbach gespeist. Das Sägewerk bestand bis 1949, die Mahlmühle wurde bis 1962 betrieben.

Das Schloss in Gleisenau

Foto: Gleisenauer Schlosss

Foto: Gleisenauer Schloss

Während die Wallfahrtskirche Maria Limbach (Bauzeit 1751-1754), das letzte Werk Balthasar Neumanns in der kirchlichen Baukunst des Landkreises Haßberge vom Barock und Rokoko zum Klassizismus überleitet, bildet diesen Übergang in der profanen Baukunst das Schloss Gleisenau. 1772/1773 ließ Domdechant Otto Philipp Ehrhard Ernst von Trockau das alte Wasserschloss aus dem Jahr 1548 abbrechen und das heutige Schloss als Sommersitz und Jagdschloss errichten. Es erhebt sich auf einem stattlichen Sockelbau, der aus dem ehemaligen Graben aufsteigt. An den vier Ecken erhoben sich jeweils achtseitige Pavillons, von denen noch zwei erhalten sind. Dem Schloss zur Straße vorgelagert sind die umfangreichen ehemaligen Wirtschaftsgebäude, die zum Teil noch aus früherer Zeit stammen. Die Verwaltungsgebäude teilen sich in drei Trakte. Sämtliche Gebäude haben stattliche Mansarddächer. Die Schlosskapelle, südlich von den Wirtschaftsgebäuden gelegen, wurde gleichzeitig mit dem jetzigen Schloss um 1772 erbaut. Der Dachreiter mit Zwiebelhelm und langgestreckter pyramidenförmiger Spitze gibt dem Bauwerk die passende Krönung.

Kontaktinformationen:

Heimatgeschichtlicher Arbeitskreis Ebelsbach e. V.
Untere Heuernte 9
97500 Ebelsbach
Telefon: 09522/1406



Bewegung und Gesundheit. www.die-praevention.de

Weiterführende Informationen

Foto: Heike Drechsler

Heike Drechsler:

"Ich versuche, möglichst gesund zu leben. Das bedeutet unter anderem ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und natürlich auch Bewegung. Wenn ich Besorgungen machen muss, versuche ich zum Beispiel, sie zu Fuß zu erledigen. Denn Bewegung tut mir gut, das merke ich."


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