3.000 Schritte extra durch Frankfurt
Kunst im öffentlichen Raum
Justitia mit Waage und Schwert
Der Römerberg
Ausgangspunkt des Spaziergangs ist der Domplatz mit dem Dom im Herzen der Stadt. Im Inneren des Doms gibt es eine Kreuzigungsgruppe zu besichtigen, die 1509 vom Frankfurter Großkaufmann und Kunstmäzen Jakob Heller gestiftet wurde. Die Originalplastik ist in der Turmvierung des Doms zu besichtigen. Die Skulptur zeigt die Kreuzigung von Jesus Christus. Wer nicht in den Dom gehen möchte, kann sich auch die Kopie der Skulptur von 1919 außen an der Ostseite des Doms ansehen. Vom Dom aus sind es nur einige Schritte bis zum Römerberg, wo sich das Rathaus befindet. Blickfang vor dem Rathaus ist der Gerechtigkeits- oder Justitiabrunnen. Einer ehemals steinernen Skulptur folgte eine Bronzenachbildung aus dem Jahre 1887 zu Ehren der Justitia mit Waage und Schwert. Der Gerechtigkeitsbrunnen spielte eine wichtige Rolle bei den Krönungszeremonien.
Wahrzeichen Frankfurts: Bulle und Bär vor der Börse
Einer ehemals steinernen Skulptur folgte eine Bronzenachbildung aus dem Jahre 1887.
Die Tour führt nun von der Altstadt Richtung Untermainkanal zur Gedenkstätte Börneplatz. Das Memorial integriert mit seiner Nähe zum Jüdischen Friedhof, zum Museum Judengasse (mit Überresten ehemaliger jüdischer Häuser) und zur ehemaligen Synagoge die zentralen Orte jüdischer Kulturgeschichte in Frankfurt. Das nächste Kunstwerk auf diesem Spaziergang durch "Mainhattan" ist ein Figurenensemble in der Sandstraße. Die Skulpturen tragen die Namen "Figur", "Stehender" und "Große Stehende". Seit der Umgestaltung der Sandgasse 2002 kommen die drei neu gruppierten Figuren aus den 70er Jahren besonders gut zur Geltung. Über den Rossmarkt führt die Route nun in das Frankfurter Börsenviertel zum Börsenplatz. Vor dem Gebäude der Börse stehen die berühmten bronzenen Symbolfiguren der Börsianer: Bulle (Hausse) und Bär (Baisse). Als die Börse im Jahr 1985 ihr 400-jähriges Bestehen feierte, beschloss der Börsenvorstand auch die Gestaltung des Vorplatzes und beauftragte den Würzburger Bildhauer Reinhard Dachlauer mit der Schaffung der beiden Skulpturen, die für das Auf und Ab im Geld- und Wertpapierhandel stehen. Bulle und Bär gehören mittlerweile zu den beliebtesten Fotomotiven.
Zahlreiche Sehenswürdigkeiten in der Taunusanlage
Die berühmten bronzenen Symbolfiguren der Börsianer: Bulle (Hausse) und Bär (Baisse).
Der Lucae-Brunnen am Opernplatz ist die nächste Station. Er ist nach Skizzen des Opern-Erbauers neu an der Alten Oper entstanden. Die Granit-Schale mit einem Durchmesser von fünf Metern steht in einem 17 Meter großen Becken. Gleich in der Nähe des Opernplatzes befindet sich der Marshall-Brunnen. Er wurde zum Gedenken an den amerikanischen Außenminister George C. Marshall (1888 - 1959), den Initiator humanitärer Hilfe nach dem Zweiten Weltkrieg, 1963 in der Taunusanlage aufgestellt. Drei aus dem Wasser ragende weibliche Bronzefiguren stellen in Anlehnung an Goethes Faust Grazien dar. Ebenfalls in der Taunusanlage, auf dem Hügel des ehemaligen Schweizerhäuschens, wurde 1948 das Beethoven-Denkmal errichtet. Es stellt den Genius Beethoven dar, in Gestalt eines kraftvollen Mannes; hinter ihm stehen zwei Genien in Frauengestalt, betitelt "Sinnende" und "Rufende".
Goethes Spuren in Frankfurt
Das nächste Kunstwerk ist ebenfalls einem prominenten Deutschen gewidmet: Goethe. Das "Haus für Goethe", von dem Künstler Eduardo Chillida realisiert, ist eine große begehbare Skulptur aus Beton, dem bei der Mischung Farbpulver und oxydierende Eisenspäne hinzufügt wurden, um ihm seine charakteristische Farbe zu verleihen. Es steht seit 1986 in der Taunus-Anlage, unweit des Goethe-Denkmals. Der Spaziergang führt nun von der Taunus-Anlage in die Gallus-Anlage, wo sich zwei Kunstdenkmäler befinden. Eines davon sind die "Open Cubes". Die sieben aneinandergereihten, durchbrochenen Hohlwürfel bestehen aus weiß lackiertem Aluminium und stehen im Dialog mit dem Wandgemälde "Floating Cube A" im Innern des Gebäudes der Dresdner Bank. Nur einige Schritte weiter, steht sich das Goethe-Denkmal. Die Reliefs am Sockel des Denkmals in der Gallusanlage zeigen Gestalten aus Goethes Werken: Allegorische Figuren der Wissenschaft, der dramatischen und lyrischen Dichtkunst.
Einer der größten mittelalterlichen Bilderzyklen im Karmelitenkloster
Die letzte Station auf diesem Rundgang führt wieder Richtung Main zum Karmeliterkloster. Im Inneren des Klosters sind beeindruckende Wandmalereien zu besichtigen. Der mit 140 Metern Länge größte mittelalterliche Bilderzyklus nördlich der Alpen; im Refektorium des Klosters befindet sich die Darstellung der Ordensgeschichte im Kreuzgang kann man Geburt und Passion Christi bewundern. Lassen Sie den Spaziergang am besten mit einem "Apfelwein" in einem der zahlreichen Apfelweinlokale in der Frankfurter Innenstadt ausklingen.
Fotos: Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main
Kontaktinformationen:
Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main
Kaiserstraße 56
60329 Frankfurt am Main
Telefon: +49/69/21 23 88 00
Internet: http://www.frankfurt-tourismus.de






