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Bielefeld: 3000 Schritte durch die historische Altstadt

Foto: Stadttheater Bielefeld

Sie beginnen Ihre 3000 Schritte am belebten Jahnplatz, inmitten der Bielefelder City. Von hier aus gehen Sie den Niederwall hinunter in Richtung Altes und Neues Rathaus. Das Alte Rathaus wurde 1904 im Stil der Neorenaissance gebaut und im Giebel ist das Bielefelder Stadtwappen zu erkennen. 1983 war der Bau des Neuen Rathaus fertiggestellt. Ein Stück weiter finden Sie das Bielefelder Stadttheater. Ebenfalls 1904 erbaut vermischen sich hier die Baustile Barock und Jugendstil. Mit einer Festaufführung von Schillers "Die Jungfrau von Orléans" wurde es am 3. April 1904 eröffnet. Im Jahr 2006 wurde es komplett saniert. 80 Schritte weiter gehen Sie den Fußgängerüberweg über Straße und Stadtbahnschienen und biegen in die Rathausstraße ein, die Sie direkt zum Alten Markt führt. Am Alten Markt befindet sich das erste Rathaus der Stadt Bielefeld, heute wird es als Theater genutzt, dem Theater am Alten Markt (TAM). 1944 wurde es im Krieg zerstört und es blieb nur das gotische Kellergewölbe erhalten.Sehenswert sind am Alten Markt vor allem die alten Patrizierhäuser, welche dem Platz ein individuelles Flair geben.

Foto: Crüwell-Haus

Besonders auffällig ist das Battighaus, das heutige Bankhaus Lampe. Es wurde 1680 als Renaissancebau mit vierteiligem Giebel errichtet und das Portal zeigt die "Vier Elemente" Luft, Wasser, Erde und Feuer. Direkt daneben steht das imposante Crüwell-Haus, ein altes Patrizierhaus aus dem Jahre 1530, welches zu den schönsten Bürgerhäusern Westfalens zählt. Besonders auffällig ist der spätgotische Staffelgiebel, der 1944 völlig unversehrt blieb als das Gebäude komplett ausbrannte. Sehenswert sind auch die 7000 Delfter-Kacheln im Innern aus den 16. - 18. Jahrhundert, die aus der Sammlung des Kaufmanns und Namengebers Richard Mitzlaff-Crüwell stammen. Der Alte Markt wurde, wie die gesamte Altstadt, vor kurzem erneuert und restauriert. Sie verlassen den Alten Markt über die Obernstraße in Richtung Bunnemannplatz. Vom Bunnemannplatz aus haben Sie einen guten Blick auf die Sparrenburg, das Wahrzeichen Bielefelds das hoch über der Stadt thront. Die Burg wurde zwischen 1240 und 1250 von dem Grafen von Ravensberg gebaut. Im 16. Jahrhundert wurde die mittelalterliche Burganlage, ein einfacher Rechteckbau von 45 m Breite und 80 m Länge, zu einer Festung ausgebaut.

Foto: Bielefeld Panorama

Vom Bunnemannplatz aus gelangen Sie wieder auf die Obernstraße. Die Obernstraße lockt mit Fachgeschäften, inhabergeführten Läden und einem ganz besonderen Flair. An der Obernstraße ist aber auch zu sehen, dass viele Teile Bielefelds im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Noch heute sind drei Kriegslücken erkennbar, da sie lediglich durch einstöckige Gebäude aufgefüllt wurden. Auf der Obernstraße gehen Sie sofort rechts über den kleinen Platz neben der St. Jodokuskirche und erreichen durch eine kleine urige Gasse den Klosterplatz. Der Klosterplatz ist mit seiner historischen Bausubstanz und dem alten Baumbestand ein beliebter Treffpunkt und Ort zahlreicher Veranstaltungen. Direkt neben dem Klosterplatz steht die St. Jodokuskirche. Die frühere Franziskanerkirche im Stil einer spätgotischen Saalkirche aus dem Jahr 1511 wurde durch ein Klostergebäude (16. Jahrhundert) mit Kreuzgang um einen Innenhof herum ergänzt. Im Inneren befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten: die Schwarze Madonna von 1220, die Holzfigur des Heiligen Jodokus von 1480 und Teile einer alten Orgel von 1653. Wenn Sie nun der Hagenbruchstraße folgen, kommen Sie direkt zur Altstädter Nicolaikirche.

Foto: Altstädter Nicolaikirche

Die Altstädter Nicolaikirche von 1340 ist die älteste Stadtkirche. Im Innern dieser gotischen Hallenkirche befindet sich ein kostbarer Antwerpener Schnitzaltar mit 9 geschnitzten Schreinen und über 250 Figuren aus der Werkstatt der Antwerpener Lucasgilde (1524). Neben der Kirche, im Altstädter Kirchpark, befindet sich das Leineweber-Denkmal der Stadt Bielefeld. Der Leineweber erinnert noch heute an die Bedeutung des Leinens für Bielefelds wirtschaftliche Entwicklung in der Zeit der Industrialisierung. Nach der Altstädter Nicolaikirche gehen Sie nach rechts die Niedernstraße entlang. In der Niedernstraße 3 befand sich eine der ältesten Apotheken Bielefelds, die Aschoff’sche Engel-Apotheke aus dem Jahr 1640. 1891 übernahm sie der Apotheker Dr. August Oetker. Zusammen mit einem Bäcker fand er das mengenmäßig richtige Mischungsverhältnis von Mehl und dem neuartigen Backtriebmittel. Oetker füllte das Backpulver (Backin) in Päckchen und verkaufte es. Damit legte er den Grundstein für das weltbekannte Bielefelder Unternehmen "Dr. Oetker". Die alte Apotheke wurde im Krieg zerstört. Von der Niedernstraße aus gelangen sie wieder an den Ausgangsschritt Ihrer 3000 Schritte durch Bielefeld.

Kontaktinformationen:

Bielefeld Marketing GmbH
Willy-Brandt-Platz 2
33602 Bielefeld
Telefon: 0521 - 51 61 60

Internet: http://www.bielefeld-marketing.de



Bewegung und Gesundheit. www.die-praevention.de

Weiterführende Informationen

Foto: Sigmar Gabriel

Bundesumweltminister a. D. Sigmar Gabriel:

"Ich unterstütze die Kampagne "Bewegung und Gesundheit", weil ich an mir selber merke, dass es mir wesentlich besser geht, wenn ich nicht den Fehler mache, jeden Tag einen Termin auf den anderen folgen zu lassen, sondern mir Zeit für den Sport nehme. Dann laufe ich sehr gern und spiele auch Tennis."


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