Lippetal - Immer eine Reise wert
Sankt-Ida-Wallfahrtskirche
Ausgangspunkt des 3.000 Schritte zählenden Rundgangs durch die Gemeinde ist das 1926 erbaute Rathaus der Gemeinde Lippetal im Ortsteil Hovestadt. Westlich davon befindet sich Haus Biele. Der Holländer Friedrich-Karl Biele baute das imposante Fachwerkhaus 1770. Zunächst war es ein rein landwirtschaftlicher Betrieb. 1804 entstand eine Kornbrennerei. Wenig später wurde ein kleiner Schankbetrieb eröffnet. Die angegliederte Hofstelle befand sich in dem Bereich des jetzigen Rathauses.
Bis 1992 wurde die Gaststätte von der Familie Biele betrieben. 1995 erwarb die Gemeinde Lippetal das Gebäude. Seit der Restaurierung im Herbst 2003 ist dort das Bürgerbüro der Gemeinde Lippetal untergebracht. Der Bürgersaal und die übrigen Räume werden von den örtlichen Vereinen und der Musik- und Kunstschule genutzt.
Wasserschloss Hovestadt
Von dort aus führt der Rundgang rechts über die Bahnhofstraße bis zur T-Kreuzung. Hier geht es links ca. 800 Meter über die neuen Brücken in den ältesten Wallfahrtsort Westfalens, Herzfeld, wo der "weiße Dom", die Sankt-Ida-Wallfahrtskirche, schon von weitem zu sehen ist. Er beherbergt die Grabstätte der heiligen Ida, die sich 786 hier niederließ und die vermutlich erste Steinkirche östlich des Rheins errichtete. Die jetzige neugotische Sankt Ida Kirche ist als Nachfolgebau erst Anfang des vorigen Jahrhunderts errichtet worden.
In der Krypta findet man die Grundmauern ihrer Vorgängerkirchen, die bei Ausgrabungen 1975 freigelegt wurden. Im Reliquienschrein befinden sich die Reliquien der 980 heiliggesprochenen Ida.
Die heilige Ida stammte aus dem fränkischen Königshaus. Ihre Mutter war eine Kusine Karls des Großen. Ida heiratete den Sachsenherzog Egbert. Beide gelten als Vorfahren der späteren sächsischen Kaiser.Zu Beginn des 11. Jahrhunderts fand in Herzfeld ein Reichsfürstentag statt, was die Bedeutung dieses Dorfes in der frühen Geschichte Deutschlands unterstreichen mag. Die Gästeführer der Gemeinde Lippetal bieten Führungen durch die Kirche an.
Wenn man über den Kirchplatz Richtung Süden geht, erreicht man den Anton-Husemann-Weg. Dieser Fuß- und Radweg führt an Kreuzwegstationen vorbei durch die Lippe-Aue zurück nach Hovestadt. Nach Überquerung der Lippebrücke schließt sich am anderen Lippeufer ein Fußweg über den Hochwasserschutzdamm an.Er führt um Schloss Hovestadt herum zum Eingang an der Schlosssstraße. Das Schloss wurde 1292 erstmals urkundlich erwähnt. Die heutige Wasserburg mit Hauptschloss wurde 1563-1572 von Laurenz von Brachum erbaut. Die Vorburganlage wurde 1733 von Johann Conrad Schlaun errichtet. Das Renaissance-Schloss verfügt über eine Schlosskapelle mit barocken Vorgebäude und einen Barockgarten. Die Parkanlage ist aus dem 18. Jahrhundert. Die Gärten sind Mitte der 90er Jahre restauriert worden.
Öffnungszeiten: 01.05.-30.09. von 09:00-18:00 Uhr und vom 01.10.-30.04. von 10:00-16:00 Uhr.
Direkt gegenüber vom Schloss Hovestadt gibt es eine Einkehrmöglichkeit in die gemütliche Gaststätte Ziegler.
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Kontaktinformationen:
Gemeinde Lippetal
Bahnhofstraße 7
59510 Lippetal
Telefon: 02923/980-0
Internet: http://www.lippetal.de






