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3.000 Schritte durch die Oberhausener Innenstadt

Marktstrasse Oberhausen.

Wir starten unsere "3.000 Schritte" an der "Tourist Information" am Willy-Brandt-Platz. Direkt gegenüber liegt hinter dem neuen Busterminal das architektonisch interessante Empfangsgebäude des Oberhausener Hauptbahnhofes aus den späten 1920er Jahren. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA) wurde es stilgerecht erneuert und auch der Vorplatz wurde im Zuge der Wiedereinführung der Straßenbahn in Oberhausen attraktiv gestaltet. Der komplett erneuerte Personentunnel mit neuem Westausgang verbindet heute den Bahnhof - früher ein bedeutender Haltepunkt der Köln-Mindener-Eisenbahn - und die Innenstadt mit dem Rheinischen Industriemuseum. Wir überqueren nun die Poststraße, halten uns links und gelangen auf den Friedensplatz, der Anfang des 20. Jahrhunderts auf der Industriebrache der in Konkurs gegangenen Styrumer Eisenhütte angelegt wurde und der heute einer der schönsten innerstädtischen Plätze im Ruhrgebiet ist. Zwei Doppelreihen von Platanen, Blumenbeeten und Wasserbecken betonen die Weitläufigkeit des Platzes, den Stadtplaner Eduard Jüngerich durch dreigeschossige, lang gestreckte Baublöcke im Backsteinexpressionismus einfasste.

Amtsgericht Oberhausen.

Auf der Ostseite des Platzes befindet sich das Polizeipräsidium. Im Norden wird der Platz dominiert vom Amtsgericht, das in den Jahren 1904 bis 1907 in der für das kaiserliche Deutschland typischen historistischen Bauweise errichtet wurde. Am Ende des Friedensplatzes gehen wir rechterhand in die Langemarkstraße, die uns zu dem bedeutendsten Gebäude des Oberhausener Expressionismus führt, dem Bert-Brecht-Haus. Nach Entwürfen des Kölner Architekten Otto Scheib 1928 entstanden, erinnert es an das fünf Jahre zuvor erbaute Chile-Haus in Hamburg. Heute sind im Bert-Brecht-Haus u. a. die Volkshochschule und die Stadtbücherei untergebracht. Rechts vorbei am Saporoshje-Platz, benannt nach Oberhausens ukrainischer Partnerstadt (seit 1986), gehen wir ein Stück die Helmholtzstraße entlang und biegen links in die Stöckmannstraße ein, die uns direkt zum Altmarkt führt. Hier bieten die Markthändler unter der Siegessäule mit dem Friedensengel täglich ihre Waren an. Dominiert wird der Platz von der in den Jahren 1909 bis 1913 errichteten neugotischen Kath. Kirche Herz Jesu, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war.

Altmarkt Oberhausen.

Wir gehen jetzt vom Altmarkt ein Stück die Marktstraße hinauf, die rund einen Kilometer lange fußläufige Einkaufsstraße in der City. Zwischen Goeben- und Stöckmannstraße kommen wir vorbei am Eduard-Berg-Platz, benannt nach der jüdischen Familie Berg, die dort 1880 ein Geschäftshaus gebaut hatte und die 1941 von den Nationalsozialisten ins Konzentrationslager Riga bzw. Theresienstadt gebracht und 1945 für tot erklärt wurde. Links biegen wir von der Marktstraße in die Elsässer Straße ab, die uns im weiteren Verlauf vorbei am Lichtburg Filmpalast führt, in dem jährlich die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen stattfinden. Am Wilhelm-Weyer-Weg (1. Oberhausener Polizeipräsident von 1922 bis 1933, unmittelbar nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten seines Amtes enthoben) vor dem Polizeipräsidium am Friedensplatz biegen wir rechts ab, dann links in die Havensteinstraße und rechts in die Christian-Steger-Straße, an der das Elsa-Brändström-Gymnasium liegt.

In Höhe der Nohlstraße gehen wir links auf die Evangelische Christuskirche (1863/64) zu, kommen vorbei an der Adolf-Feld-Schule (um 1900 die erste evangelische Volksschule in Oberhausen) und gelangen auf die Grünanlage vor der Luise-Albertz-Halle mit dem steinernen Denkmal von Turnvater Jahn. Die Luise-Albertz-Halle, benannt nach Oberhausens früherer Oberbürgermeisterin, wurde 1962 als Stadthalle gebaut und ist nach ihrem Umbau heute ein modernes Tagungs- und Veranstaltungszentrum. Wir überqueren die Schwartzstraße und genießen den Bummel durch den schönen Grillopark (eröffnet 1887, erbaut von Fabrikbesitzer Wilhelm Grillo) unterhalb des Rathauses, der auch von zahlreichen architektonisch interessanten Wohnhäusern umgeben ist. Das Rathaus Oberhausen auf dem "Galgenberg", früher Stätte des Hochgerichts und des Galgens, ist ein bedeutendes expressionistisches Bauwerk und wurde 1930 nach einem Entwurf von Ludwig Freitag erbaut. Wir überqueren die Freiherr-vom-Stein-Straße, biegen in die Sedanstraße ein und laufen - vorbei am Haus des Oberhausener Sports - direkt auf das Theater Oberhausen (erbaut 1920) zu.

Ebertbad Oberhausen.

Im Programm der heutigen Schauspiel-Bühne finden sich vornehmlich die Klassiker der Theaterliteratur. Links neben dem Theater liegt der Ebertplatz mit dem Ebertbad. Aus dem ehemaligen Stadtbad, 1894/95 als eine der ersten Volksbadeanstalten des Deutschen Kaiserreiches erbaut, entstand in den 1990er Jahren eine kulturelle Spiel- und Erlebnisstätte, in der heute die Elite des deutschen Kabaretts regelmäßig Gastspiele gibt. Wir gehen ein Stück die Ebertstraße hinunter und biegen in Höhe der Grillostraße links in den Königshütter Park ein und kommen vorbei an einer alten, liebevoll restaurierten Villa. In dieser ehemaligen Direktorenvilla der früheren Zeche Concordia hat heute die Geschäftsführung der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen ihren Sitz. An der Ecke Freiherr-vom-Stein-/Tannenbergstraße überqueren wir dann die Tannenbergstraße (Vorsicht!) und laufen geradeaus weiter die Freiherr-vom-Stein-Straße entlang direkt auf den Vorplatz des Hauptbahnhofes zu, wo unsere "3000 Schritte durch die Oberhausener Innenstadt" enden.
Den Flyer zum Spaziergang erhalten Sie hier.

Kontaktinformationen:

Stadt Oberhausen
46045 Oberhausen

Internet: http://www.oberhausen.de/



Bewegung und Gesundheit. www.die-praevention.de

Weiterführende Informationen

Foto: Oliver Lorz

Oliver Lorz
von der Mittwochsgruppe des SV Grün-Weiss Sommerrain 1989 e.V.

"Sport bei uns im Verein kann alles sein - außer langweilig! Jeder kann in Bewegung kommen und etwas für seine Gesundheit tun. Spätestens seit unserer Mittwochsgruppe gilt die Ausrede, dass man zu unsportlich sei, nicht mehr. Die 3.000 Schritte extra am Mittwochabend sind eine gute Gelegenheit, das Bewegungspensum zu optimieren, die Muskeln arbeiten zu lassen und den Kopf mal wieder richtig frei zu bekommen. Laufen verbindet und macht Spaß. Und ganz nebenbei lernt man noch neue Leute kennen und entdeckt unterwegs viel Neues. So einfach und spannend kann Sport und Bewegung sein. Bewegung ist Leben - Leben ist Bewegung!"


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