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Ein Stadtspaziergang durch das historische Andernach

Rheinische Geschichte entdecken

Die Christuskirche

Die Christuskirche

Sie starten Ihren Rundgang vor der Tourist-Information Andernach in der Läufstraße 4. Vom Eingang der Tourist-Information gehen Sie links über den Zebrastreifen in Richtung Stadtmauer. Nach ca. 70 Schritten erreichen Sie das "Läufkreuz". Das "Läufkreuz" war ursprünglich das Kruzifix vom Elendenfriedhof des 1841 aufgelassenen städt. Hospitals. Weiter geht´s, wieder zurück an der Touristinformation und dem Rathaus der Stadt Andernach vorbei, zur Christuskirche, die Sie etwa nach 150 Schritten erreichen. Die Christuskirche (erbaut 1350-1450) ist eine spätgotische Anlage mit ungleichmäßigem Langhaus und einem in der Breite des Christuskirche Hauptschiffes fortgeführten Ostchores. Im Inneren der Kirche stehen Sie in einer lichtdurchfluteten Halle mit eindrucksvoller Schlichtheit und Großräumigkeit. Die Kirche zählt zu den bedeutenden rheinischen Minoritenkirchen und gilt als die größte und besterhaltene im Mittelrheingebiet.

Von dort aus geht es in ca. 100 Schritten weiter zum Stadtmuseum, welches sich in der Hochstraße 99 befindet. Das Andernacher Stadtmuseum wurde 1936 als "Heimatmuseum" in dem Ende des 16. Jahrhunderts erbauten Haus von der Leyen eröffnet und stellt eines der schönsten Häuser der Stadt dar. Im Stadtmuseum werden heute vornehmlich in Form von Sonderausstellungen spezielle Themen zur Geschichte der Stadt Andernach und ihres Umlandes behandelt. Als Dauerausstellung werden im Erdgeschoss des Museums die römische Geschichte Andernachs und seines Hafens, der als Drehscheibe des Steinhandels gilt, dargestellt. Vom Eingang des Stadtmuseums aus, überqueren Sie links die Hochstraße. Nach etwa 250 Schritten gelangen Sie zur Stadtburg der Erzbischöfe von Köln. Für Kriegsdienste in Italien erhielt Rainald von Dassel, Erzbischof von Köln, vom Kaiser Friedrich Barbarossa 1167 die Stadt Andernach mitsamt dem lukrativen Rheinzoll geschenkt.

Um die aufrührerischen Andernacher in Zaum halten zu können, ließen er und seine Nachfolger an strategisch günstiger Stelle eine Stadtburg errichten, die mit einem Wassergraben rundum geschützt war und das benachbarte Koblenzer Tor und den nahen Rheinzoll decken konnte. Mehrmals im 14. Jahrhundert wurde die Burg von aufständischen Zünften angegriffen, zerstört und wiederaufgebaut. Wenn Sie den "Schlossgarten", wie die Einheimischen die Burganlage nennen, über die Schlossbrücke verlassen, ragen nach ca. 80 Schritten unmittelbar nördlich der Burg die Reste der "Burgpforte", des sogenannten "Koblenzer Tores" vor Ihnen auf. Diese mächtige Toranlage erfüllte eine doppelte Wehrfunktion. Sie sicherte die Burg und befestigte zugleich den Hauptzugang bzw.- ausgang der wichtigen Durchgangsstraßen von Köln nach Koblenz. Sie spazieren weiter in Richtung Rhein durch eine Platanenallee entlang der renovierten Wehrmauer. Nach ca. 450 Schritten erreichen Sie das "Bollwerk", welches direkt am Rhein liegt.

Das Bollwerk

Das Bollwerk

Um nach dem Abriss des mittelalterlichen Zollturms auch weiterhin den Rheinzoll von den passierenden Schiffen erheben zu können, wurde 1659 bis 1661 auf Veranlassung des Kurfürsten Maximilian Heinrich eine Bastion erbaut, die den Schiffsverkehr auf dem Rhein bewachte. Ihr Spaziergang führt Sie weiter durch die Rheinanlagen in Richtung "Rheintor", welches nach ca. 650 Schritten Ihr Ziel ist. Durch dieses alte Tor, das früher Kornpforte genannt wurde, geht man auch heute noch vom Rheinufer aus in die Stadt. Das um 1200 erbaute Rheintor zeugt als eines der beiden erhaltenen Doppeltore von "moderner" mittelalterlicher Verteidigungsstrategie. 450 Schritte weiter entlang der Konrad-Adenauer-Allee gelangen Sie zum Wahrzeichen der Stadt dem "Runden Turm". Mit seiner Höhe von 56 Metern bis zur Turmspitze gehört er zu den gewaltigsten mittelalterlichen Wehrtürmen Deutschlands. Der Stadtrat ließ dieses imposante Bauwerk 1440 bis 1453 auch als Zeichen bürgerlichen Selbstbewusstseins errichten.

Der Runde Turm ist das Wahrzeichen der Stadt Andernach.

Der Runde Turm ist das Wahrzeichen der Stadt Andernach.

Vom Eingang des "Runden Turms" aus, überqueren Sie die Hochstraße in Richtung Innenstadt. Rechter Hand gelangen Sie über die Kirchstraße nach ca. 400 Schritten zum Portal des Mariendoms. Als 1198 bei einer kriegerischen Auseinandersetzung die frühromanische Kirche bis auf den freistehenden Glockenturm zerstört wurde, nahm der Trierer Erzbischof Johann, der das Patronatsrecht in Andernach innehatte, die Gelegenheit wahr, um im Territorium des Kölner Erzbischofs einen imposanten Neubau errichten zu lassen. Mit ihren vier Türmen beherrscht die dreischiffige Emporenbasilika zusammen mit dem benachbarten Runden Turm das Stadtbild. Wählen Sie auf Ihrem weiteren Weg die Strecke durch das "Kirchgässchen", den "Steinweg" und die "Marktgasse" auf den Marktplatz. Nach so viel Historie und Bewegung, bietet der Markplatz ausreichend Gelegenheit für eine Erfrischung.

Kontaktinformationen:

Andernach.net Gesellschaft für Stadtmarketing, Wirtschaft und Tourismus mbH
Läufstrasse 4
56626 Andernach
Telefon: 0 26 32 / 298 - 400

Internet: http://www.andernach.net



Bewegung und Gesundheit. www.die-praevention.de

Weiterführende Informationen

Foto: Brigitte Zypries

Bundesjustizministerin a. D. Brigitte Zypries:

"Ich unterstütze die Kampagne "Bewegung und Gesundheit", weil es wichtig und notwendig ist, etwas für den eigenen Körper zu tun. Ich würde mir wünschen, mehr Zeit für körperliche Bewegung zu haben. Wann immer es geht, benutze ich die Treppe anstatt den Fahrstuhl. Schon jeden Tag 3.000 Schritte extra stärken den Körper, den Geist und die Seele. Man braucht oft nur einen Anstoß, um seine Lebensgewohnheiten ein wenig zu ändern. Es hat mir deshalb auch besondere Freude gemacht, die Kampagne zusammen mit Ulla Schmidt in Darmstadt vorzustellen und dort - gemeinsam mit vielen Menschen - die 3.000-Schritte-Strecke im Herrengarten zu markieren."


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