3.000 Schritte durch Oschersleben
Vom Bahnhof zum Wiesenpark
Angekommen an der neu gestalteten Schnittstelle von Bus und Bahn, beginnt der Spaziergang in Richtung Zentrum. Durch die Halberstädter Straße mit vielen kleinen Geschäften gelangt man zum Markt mit dem historischen Rathaus und der Kirche "Sankt Nicolai".
Das Rathaus wird bereits 1396 in einer Urkunde als "consistorium sive theatrum" (Versammlungsort) erwähnt. Auf Grund zahlreicher Brände in der Stadt wurde auch das Rathaus in den Jahren 1601, 1619, 1659 und 1671 zerstört. 1689 begann man mit dem Bau des heutigen Rathauses. Eine Inschrift über dem Hauptportal weist auf die Brände hin.
Auf der anderen Seite des Marktes befindet sich die evangelische Kirche "Sankt Nicolai". Seit dem ersten Bau um circa 1100 wurde sie mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Das heutige Kirchenschiff stammt aus dem Jahre 1881, die Türme mit den "Welschen Hauben" aus dem Kirchenbau von 1445. Im 2. Weltkrieg wurde die Kirche durch Stabbomben stark beschädigt. Seit den 80er Jahren wird die Kirche schrittweise saniert. Neben der Kirche findet man das rekonstruierte Pfarrhaus aus dem Jahre 1661. Das vermutlich älteste Haus der Stadt befindet sich am Fuße der Kirchtürme und beherbergt heute nach einer umfassenden Rekonstruktion das Café und Restaurant "Nicolai".
Von hier aus wenden wir uns der Kornstraße zu. Diese führt entlang der Kirche und verdankt ihren Namen der Durchfahrt von Korntransporten aus den umliegenden bäuerlichen Gehöften. So findet man hier zum Beispiel heute noch Ackerbürgerhäuser (Nummer 3 und 4) aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Geht man die Straße weiter, wandelt sich das Bild. Im östlichen Teil sind im Zuge der Altstadtsanierung neue Wohnungen entstanden. Die Kornstraße mündet dann in die Puschkinstraße mit Blick auf die gleichnamige Schule. Wenn man den Weg nach rechts einschlägt, gelangt man nach circa 150 Meter in die Bodestraße. Auf der linken Seite befindet sich ein neu erbautes Seniorenheim. Überquert man die Brücke über den Lehnerts- und Mühlgraben kommt man links in das Naherholungsgebiet "Wiesenpark".
1908 nach dem Vorbild des Herrenkrugparks in Magdeburg (wurde 1824 von dem bekannten Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné umgestaltet) angelegt, hat der Park im Laufe der Jahrzehnte seinen Charakter verändert. Im Jahre 1934 ließ die Stadt ein frei zugängliches Tiergehege errichten, welches heute rund 250 Tiere beherbergt. Im Wiesenpark kann man auf vielen Wegen entlang spazieren, im Seerosenteich die Fische und am Abenteuerspielplatz die Kinder beobachten. Am Park entlang fließt die Bode, die im Harz entspringt und in der Saale mündet. Wenn man Glück hat, sieht man hier und im Mühlgraben Nutrias, die sich vor einigen Jahren hier angesiedelt haben. Nach dem Spaziergang lädt die "Waldgaststätte" zum Verweilen ein.
weiterführende Links:
Kontaktinformationen:
Stadt Oschersleben (Bode)
Markt 1
39387 Oschersleben (Bode)
Internet: http://www.oscherslebenbode.de/






