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Lübeck - auf den Spuren der Hanse

Die Entdeckung einer hanseatischen "Königin"

Foto: Blick auf die Altstadt

In Schleswig-Holstein gilt es, mit 3000 Schritten einen städtebaulichen Schatz zu entdecken: Lübeck, die "Königin der Hanse". Teile der wunderschönen backsteinernen Altstadt sind eingetragen als UNESCO-Weltkulturerbe, mehr als 1000 Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Die Insellage macht es leicht, einen Spaziergang zu starten. Wir stehen auf dem Markt vor dem Rathaus, an dem die Lübecker seit 1230 mehrere Jahrhunderte lang gebaut hatten. Das Lübecker Rathaus wurde zum Vorbild für die Rathausbauten vieler hansischer Ostseestädte. Von den ältesten Bauteilen ist noch der Südgiebel erhalten. Die Schauwand wurde 1435 von Stadtbaumeister Nikolaus Peck umgestaltet und mit den beiden großen Windlöchern versehen. Die davorgestellte Renaissancelaube stammt aus den Jahren 1570/71. Gotik und Renaissance wuchsen in dem Rathausbau zu einer eindrucksvollen Symbiose zusammen, die uns heute erfreut, in früheren Jahrhunderten aber als "höchst merkwürdig" angesehen wurde.

Das 1290 vollendete Heiligen-Geist-Hospital am Ende der Königstraße gilt als eines der bedeutendsten Monumentalbauwerke des Mittelalters und ist eine der ältesten Sozialeinrichtungen Europas. Es wurde von reichen Lübecker Bürgern gestiftet und diente zunächst der Krankenpflege, später als Altenheim. Sehenswert sind vor allem die 1977 bis 84 restaurierte Kirchenhalle mit gotischen Wandmalereien, Altären und Heiligenfiguren aus dem 13. bis 15. Jahrhundert sowie einer auf 23 Eichenholztafeln gemalten kostbaren Darstellung der Elisabeth-Legende am Lettner. Heute hat sich das Heiligen-Geist-Hospital einen Namen gemacht durch seinen Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt, der Jahr für Jahr viele tausend Menschen anzieht.

Neben dem 1227 gegründeten Burgkloster steht das Burgtor. Es gilt als bedeutende Leistung mittelalterlicher Baukunst. Heute beherbergt das Burgkloster nach jahrelangen Restaurierungsarbeiten ein Zentrum der lebendigen Auseinandersetzung mit bildender Kunst, Architektur, der Geschichte der Hanse und des Ostseeraumes, einen Ort für Wechselausstellungen, Kolloquien sowie musikalische und szenarische Darbietungen. Lübecks Wahrzeichen ist das Holstentor. Erbaut 1464/78 vom Lübecker Ratsbaumeister Hinrich Helmstede ist es das berühmteste deutsche Stadttor. Einst lag es erhöht vor der Stadt. Aus seinen 30 Geschützen ist allerdings nie ein Schuß abgefeuert worden. Die bis zu 3,50 Meter dicken Mauern sackten schon während der Bauzeit im moorigen Boden ab. Beim Bau der oberen Geschosse wurde die Neigung zum Teil ausgeglichen.

Seine Inschrift: CONCORDIA DOMI FORIS PAX - "Drinnen Eintracht - draußen Friede". Die Buchstaben "S.P.Q.L." auf der Innenseite bedeuten Senatus Populusque Lubecensis - Senat und Volk von Lübeck. Das heutige Museum informiert über die Stadt- und Seefahrtsgeschichtete der ehemaligen "Königin der Hanse". Auch die Kleidung des Schwedenkönigs Gustav Wasa ist ausgestellt. Der Dom ist das wohl älteste Baudenkmal Lübecks. Heinrich der Löwe legte 1173 den Grundstein. Schon 1230 war die romanische dreischiffige Pfeilerbasilika fertiggestellt. Nur 30 Jahre später ließ der Bischof das "Paradies", eine spätromanische Vorhalle, anfügen. Der Dom wurde später zur gotischen Hallenkirche umgestaltet. Lübecks erste Bürger hatten offenbar Humor: "Fegefeuer" nannten sie die Gasse, die seit 1324 auf das Paradies zuführt. Beim Passieren kommt man auch an der "Hölle" (Nr. 15-23) vorbei.

Kontaktinformationen:

Schleswig-Holsteinischer Heimatbund e.V. (SHHB)
Hamburger Landstr. 101
24113 Molfsee
Telefon: 0431-98384-0

Internet: http://www.top.schleswig-holstein.de/staticsite/staticsite.php?topmenu=96&menuid=96



Bewegung und Gesundheit. www.die-praevention.de

Weiterführende Informationen

Foto: Sandra Völker

Sandra Völker:

"Bewegung ist sehr wichtig für unseren Körper, auch und gerade dann, wenn die Gesundheit bereits beeinträchtigt ist. Ich selbst weiß das aus eigener Erfahrung, denn ich habe seit fünf Jahren Asthma. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass an Asthma erkrankte Kinder durch Bewegung optimal gefördert werden."


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